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Proben zu "Stummfilmtheater"
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Üben! Üben! Üben!

Das Ensemble FRANZ kann aufgrund des Corona Virus leider nicht zusammen kommen, um zu proben. Aufgrundessen entfällt bis auf weiteres das Training.

 

Franz das Theater traf sich einmal in der Woche im Seniorenzentrum Toni Sender Haus, Rudolf-Dyckerhoff-Straße 30, Wiesbaden.

Wir beginnen mit einem Körpertraining, besprechen den Ablauf der Probe und konzentrieren uns dann auf die Arbeit an der neuen Produktion bzw. arbeiten auch an kleineren Spielszenen für Geburtstage, Feiern o.ä.

Vor einer Premiere treffen wir uns dann ungefähr eine Woche lang jeden Tag um intensiv an unserem Projekt zu feilen. Für eine neue Produktion brauchen wir etwa ein Jahr.

Hauptaugenmerke unserer Arbeit sind:
Der einzelne Akteur und seine individuellen Begabungen und Fähigkeiten sind der Rohstoff einer jeden Inszenierung. Wir wollen fördern und herausfordern: das Individuelle ebenso wie das Miteinander in der Gruppe. Wir vermitteln Grundkenntnisse des Schauspiels und versuchen die Menschen mit Behinderung zur phantasievollen Mitarbeit und Eigeninitiative anzuregen.



Proben mit FRANZ machen immer Spass!?

Nein, nicht immer. Manchmal sind es nervenaufreibende und Kräfte zehrende Geduldsproben. Dann wieder offenbaren sie so viel Wärme, gewähren Blicke in andere Gefühls- und Gedankenwelten, quellen über von Ideen und Spiellaune. Fast immer sind es Geduldsspiele für alle Beteiligten. Der Teamgeist ist nicht allgegenwärtig. Mal wird es einem Spieler langweilig, ein anderer bekommt einen Wutanfall, wieder einer schläft ein oder kann sich nicht konzentrieren.

Es ist anstrengend und mitunter schreck lich desillusionierend und manchmal furchtbar fruchtbar. Proben mit FRANZ: das sind intensive zweieinhalb Stunden mit wenig Leerlauf und vielen gesetzten und unkalkulierbaren Impulsen. Gearbeitet wird an Szenen, Ideen, Improvisationen. Spannung ist das Ziel, Spannung in Körper und Geist. FRANZ Leute sind sehr individuell und haben doch so manches gemeinsam, zum Beispiel: sie werden immer besser, von Produktion zu Produktion, oft unmerklich, langsam – aber behände. Und meist sind es nicht die großen Schritte sondern eine Vielzahl von kleinen, die da plötzlich auf und ins Gewicht fallen. Summen von Feinheiten, vielleicht auch ein ad hoc vergrößertes Selbstverständnis oder ein auffällig erweiterter Körperradius. Plötzlich spürt man neue Kraft in einer ermüdeten Stimme, unvermittelt sieht man sich einer erweiterten mimischen Bandbreite gegenüber. Und manchmal ist aus unterschätzter Aufmerksamkeit Wachsamkeit erwachsen. Nachhaltig wie ein Garten im Frühling ist so eine Theatergruppe. Auffällig ist: ohne Vertrauen in Kontinuität wächst nichts. Der Spieler traut sich mehr zu, weil ihm mehr zugetraut wird.